Offensichtlich habe ich in 2025 keinen einzigen Blogbeitrag geschrieben, obwohl ich auf den Rädern unterwegs war…. ich versuche mich an einem Rückblick, aber Achtung: lang und viele Fotos…
Januar






Ein paar Touren rund um den Kirchturm, bekannt und langweilig, lediglich das Wetter bringt ein wenig Abwechslung in die Strecken. Aber ich schaffe ein DIY-Brevet anzubieten, über https://bbrandonneure.net finden sich noch ein paar andere Mitfahrer.
Februar



Wenig Radkilometer, dafür seit langer Zeit mal wieder ein richtiger Winterurlaub. Mit Langlauf-Ski-Touren, nächtlichen Schneeschuhwanderungen und normalen Winterwanderungen zu hochgelegenen Almhütten. Leutaschtal in Österreich, wir buchen für 2026 gleich wieder 😉
März











Im Dezember 2025 habe ich mein MRGLS-Rahmenset erhalten, im Rahmen einer kleinen Weihnachtsfeier der Berliner Rahmenbauerszene. Ich freue mich wie ein kleines Kind über das hervorragend gebaute und vorbereitete Rahmenset, die jüngste Tochter über den ersten Alkohol in ihrem Leben. Irgendwer hat ihr einen Becher mit Glühwein in die Hand gedrückt. So fahren wir beide grinsend nach Hause, nur aus unterschiedlichen Gründen.
Im März sammele ich die ersten Kilometer auf dem komplettierten Rad, auch gleich ein 200er Brevet durchs Havelland!
April








Ein 300er Brevet von Berlin nach Nordbrandenburg/Süd-Mecklenburg, ansonsten wieder viele unspektakuläre Touren nach Feierabend rund um die Heimatstadt. Auf Dienstreisen ist das MRGLS oft im Kofferraum, um bei Feierabendstouren Kacheln für Veloviewer zu sammeln
Mai






Nennenswertes gibt es erst zum Monatsende, ich habe mal wieder eine Teilnahme an der MSR gebucht. Meine dritte Teilnahme und wohl auch meine letzte. Die Organisation ist super, die Faszination Nachtfahrt mit allen Natureindrücken bleibt auch ungebrochen. Aber ich komme mit so einigen Teilnehmern nicht klar. Leute, die mit lausigem Licht fahren. Machohaftes Verhalten in den Gruppen, sinnlose Kommentare von Carbonfahrern zu einem kompletten Rad mit Licht und Schutzblechen. Mir wird der krasse Unterschied zwischen den „normalen“ Rennradfahrern und den Randonneuren richtig bewusst. Was ist eigentlich so toll daran, mit komplett schwarzen Sachen und fehlendem Licht („…. der Akku ist alle…“ durch die Nacht zu fahren? Auf nicht gesperrten Straßen….
Das Fenderfest in der Prignitz ist nur eine Nacht später das totale Kontrastprogramm. Natürlich sind die Räder komplett anders, aber auch das Verhalten der Leute. Gegenseitiger Respekt, Rücksichtnahme untereinander, Hilfsbereitschaft und natürlich die gemeinsame Leidenschaft für ganz viel Radkultur. Ein dickes Dankeschön an Thomas Becker und die ganze Crew!

















Juni – Fahrrad-Sabatical




















In 2021 bin ich die Grenzsteintrophy schon mal gefahren, da ging es bei sommerlichen Temperaturen von Süd nach Nord. In 2025 war alles anders, es ging von Nord nach Süd und das Wetter hatte nichts von Sommer. Täglich ausgiebige Regenschauer, viel Wind und in den Nächten fiel das Thermometer auf deutlich einstellige Werte. Meine Ausrüstung passte dafür nicht, war regelmässiger Gast von Pensionen und Hotels (wie viele andere Teilnehmer auch). So war man wenigstens nachts trocken. In den Outdoor-Nächten habe ich viel gefroren. Die feuchten Platten vom Kolonnenweg sorgen für zwei Stürze, bei einem lande ich nur mit Glück in den Brombeeren und nicht am nahestehenden Baum. Dann gab es nachts im kalten Schlafsack WhatsApp-Nachrichten, die aus meiner Sicht in einem persönlichen Gespräch besser aufgehoben wären. Meine mentale Kraft weiter auf dem Kolonnenweg zu fahren ist weg. Nach dem Harz und etwa der Hälfte der Strecke breche ich ab, steige in den Zug nach Hause. Die Rückkehr in die „Zivilisation“ ist auch eine Art Schock, unterwegs hat man vielleicht Kontakt mit fünf Leuten am Tag gehabt, die Frau an der Edeka-Kasse eingeschlossen. Und dann spuckt Dich der Zug am Berliner Hauptbahnhof mit seinen Menschenmengen wieder aus….
Was aber funktioniert: Das Konzept der gemeinsamen geplanten Ankunft am Ziel, man trifft so deutlich mehr Leute und schwatzt auch länger miteinander, dafür bin ich echt dankbar!
Im Sabtaical-Monat ist aber noch Zeit, also gibt es auch weitere Radausflüge.


Ich wollte dem Dorf in Polen mit meinem Familien-Namen mal einen Besuch abstatten, irgendwo östlich von Świnoujście liegt der Ort mit drei kleinen Straßen und vielleicht 20 Häusern. Auf der deutschen Seite der Ostseeküste versuche ich dann am Strand zu pennen, aber das muss ich besser vorbereitet nochmal machen.
Die letzte Juni-Woche buche ich mich in einem Hotel in Stralsund ein, da das Wetter unbeständig und kalt (für Juni) bleibt. Sammele Regenschauer, Eindrücke, Chausseehäuser und Kilometer auf Rügen ein.









Juli




Außer einem Powermeter für die Shimano-GRX-Kurbel und einem DIY-Brevet über den schnurgeraden Heideradweg in den Spreewald gibt es nicht viel zu berichten.
August






mit dem alten 26er MTB bin ich viel unterwegs, robuste Technik und im Vergleich zu einem 29er mit Gepäck (bei der Grenzsteintrophy) ist das ein sehr handliches und schnelles Rad.
Dann gibt es noch zwei DIY-Brevets, einmal hoch nach Usedom für eine Pizza am Strand:



Und in der Prignitz mache ich eine „Streckenkontrolle“ für ein in 2026 geplantes Brevet von Thomas Becker, fahre die Strecke für ihn komplett mal ab. Mir fällt da wieder auf, wie komplett unterschiedlich sich alle Infrastrukturen darstellen, wenn man im Landkreis mit der geringsten Einwohnerdichte von Deutschland unterwegs ist.


September
Die üblichen Bäckerrunden und ein Ausflug in Uckermark, mehr gibt es nicht zu berichten.

Oktober
Am Tag der Einheit bin ich schon wieder für ein DIY-Brevet in der Prignitz, die „leere“ Landschaft fasziniert mich wohl.




Die Bespoked in Dresden ist nach langer Zeit mal wieder ein Ausflug auf eine Fahrradmesse, die ist natürlich sehr speziell. Keine Großserienhersteller, alles individuell, alles fein und speziell! Und das geht schon draußen am Fahrradständer für die Besucher los. Ausführliche Fotostrecken und Texte gibt es bei TheRadavist und Bikepacking.com





November



Und wieder ein DIY-Brevet durch die Prignitz. Nur 100 Kilometer von Berlin entfernt, aber die Lebensweise unterscheidet sich massiv.
Dezember










Versuche halbherzig die #festive500 zu fahren. Aber die Straßenverhältnisse sind schwierig, zu Hause gibt es ein paar logistische Themen und seit langer Zeit habe ich mal die Teamstellvertretung über die Feiertage übernommen. Sitze also zwei Tage im HomeOffice, räume die digitalen Systeme auf und sitze eben nicht auf dem Rad. Aber immerhin, ein Abstecher nach Polen, mal wieder in den Gamengrund und zum Denkmal von olle Huschke.
Zusammenfassung: ganz VIEL Radkultur gab es in 2025 und insgesamt genau 8000 per GPS-Spur dokumentiere Radkilometer 😉
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