Granfondo 115

Bei STRAVA gibt es jeden Monat verschiedene Herausforderungen, die dann mit einem digitalen Sammelbildchen belohnt werden. Im Juni darf man beispielsweise 115 Kilometer Rad fahren und kriegt dann das hier:

Habe mich also nach Feierabend aufs Rad gesetzt und die Runde begonnen. Nach 10 Kilometern überholt mich ein Pärchen auf Zeitfahrrädern, für drei, vier Kilometer hänge ich mich in den Windschatten. Aber es gibt genügend Gründe, nicht weiter hinter denen herzubolzen. Für ein Dauertempo von knapp 40 km/h fehlt mir die körperliche Fitness, das passende Rad, ich muß meine Kräfte einteilen und dauerhaft Windschattenlutscher zu sein, ist auch keine Art. Ich sage trotzdem deutlich „Danke“ und folge dann wieder meiner eigenen groben Route.

Hinter Melchow komme ich halb beabsichtigt, halb aus Versehen auf der „Bernauer Heerstraße“. Die bin ich noch nie langgefahren und habe mit einer alten Straße gerechnet, Kopfsteinpflasterstraße ähnlich denen in der Schorfheide oder rund ums Kloster Chorin. Tatsächlich entspricht die „Heerstraße“ aber den üblichen Waldwegen in der Region mit viel Brandenburger Sand. Aber die Kopfsteinpflasterstraße gibt es dann nach dem Abzweig in Richtung Spechthausen in ausreichendem Umfang.
In Eberswalde werden die Trinkflaschen nachgefüllt und ich finde ein Schild in der Grabowstraße, das mich mit seiner Anwesenheit mehr als 25 Jahre nach der Wende dann doch überrascht. Und auch, weil ich es bisher immer übersehen habe:
Ab Altenhof folge ich dem Uferweg am Werbellinsee in Richtung Westen. Und dort genieße ich das Rad und seine Vielseitigkeit, mit einem Zeitfahrrad wären viele Teilstücke der Tour nicht erreichbar gewesen.

Auf dem Rückweg meldet sich in Biesenthal der Hunger und der Durst, zwei Ayran vom lokalen Dönerman liefern eine schöne Abwechslung zum Wasser aus den Trinkflaschen bzw. dem vorher verspeisten Energieriegel.

Ab da fange ich an zu rechnen, ich kenne grob die Entfernung nach Hause und mir wird klar, daß ich für die 115 Kilometer noch ein paar Haken schlagen muß. Nach 4 Stunden und 50 Minuten bin ich wieder zu Hause, habe keine großen Pausen gemacht, sondern meist nur Nachtanken oder Fotohalte. Die Dusche fühlt sich großartig an und gegen 23:00 Uhr falle ich dann zufrieden ins Bett. Mal sehen, welche Strecke STRAVA im nächsten Monat anbietet…

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